Wenn der Muttertag naht, wird uns die Werbung wieder einhämmern: Schenkt Blumen, schenkt Pralinen, schenkt Stärkungsmittel: Rettungsanker für alle, die keine Geschenkideen haben. Und so verstehen es auch die Beschenkten. Wer schenken will, muss zuhören können. Auf die direkte Frage: “Was wünscht Du Dir?” kommt gewöhnlich die Antwort: “Nichts, ich hab’ doch alles”. Wer aber über das Jahr aufmerksam zuhört, der wird von dem einen oder anderen kleinen Wunsch erfahren haben, den man dann zu Gelegenheiten wie Muttertag, Geburtstag oder Weihnachten erfüllen kann. Das sind dann Geschenke, für die man keine eigenen Ideen braucht, und die dennoch Freude machen.
Eine Fülle von Geschenkideen tut sich auf, wenn man der Mutter ein Erlebnis schenkt. Raus aus dem Alltag, etwas sehen, etwas hören, an das sich die Beschenkte noch lange erinnern wird, das sind Geschenke mit denen man Freude bereitet. Das muss das nicht teuer sein, obwohl nach oben hin kaum Grenzen gesetzt sind. Je nach Lebensumständen der Beschenkten und den Möglichkeiten des Schenkers kann das schon die Einladung zu einem Kinobesuch sein. Es kann aber auch eine Reise sein, vom preiswerten Kurzurlaub außerhalb der Saison bis zur Kreuzfahrt. Eines signalisiert ein solchen Geschenk-Erlebnis: Der Schenker hat sich Gedanken gemacht. Und allein das bereitet unter Umständen mehr Freude als das Geschenk selbst.